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Der diesjährige Holocaust-Gedenktag der
liechtensteinischen Regierung stand
unter dem Motto "Erinnerung im Dialog".
Ehrengast Ivan Lefkovits, der als Kind
die Konzentrationslager Ravensbrück und
Bergen-Belsen überlebte, trat in den
Dialog mit Schülerinnen und Schülern
des Liechtensteinischen Gymnasiums. Er
vermittelte persönliche Einblicke in
Verfolgung, Deportation und Befreiung.
Regierungschefin-Stellvertreterin
Sabine Monauni hob die bleibende Ver-
pflichtung des Erinnerns hervor und
unterstrich die Bedeutung der Stärkung
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von Menschenwürde und Rechtsstaatlich-
keit sowie dem Schutz von Minderheiten
als Grundlage im Einsatz gegen
Antisemitismus und Diskriminierung.
Dialog als Instrument der Erinnerung
Der Holocaust-Gedenktag erinnert an die
Befreiung des Konzentrationslagers
Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenk-
anlasses stand der persönliche Dialog
zwischen Ivan Lefkovits und Schülerin-
nen und Schülern des Liechtensteini-
schen Gymnasiums.
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Die Jugendlichen brachten Fragen und
Gedanken ein und näherten sich den hi-
storischen Ereignissen über die Per-
spektive eines Zeitzeugen.
Die Erzählungen von Lefkovits machten
die individuellen Erlebnisse von Ver-
folgung, Deportation und Befreiung er-
fahrbar und zeigten zugleich, wie wich-
tig es ist, Erinnerung weiterzugeben -
besonders in einer Zeit, in der unmit-
telbare Zeugnisse seltener werden.
Regierungschefin-Stellvertreterin
Sabine Monauni betonte die Bedeutung
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des respektvollen, offenen Gesprächs
über die Vergangenheit und die Aufgabe,
die grundlegenden Werte unserer Gesel-
lschaft - Menschenwürde, Rechtsstaat-
lichkeit und den Schutz von Minderhei-
ten - zu stärken. "Sich dieser Geschi-
chte zu stellen ist unbequem, aber not-
wendig. Wenn wir hinsehen und offen
darüber sprechen, leiten wir daraus
Verantwortung für unser heutiges
Handeln ab", sagte Monauni.
Der generationenübergreifende Austausch
trage dazu bei, junge Menschen zu be-
fähigen, Verantwortung zu übernehmen
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und sich gegen Antisemitismus und jede
Form von Diskriminierung zu stellen.
Der Präsident des Vereins der Liechten-
steiner Freunde von Yad Vashem,
Benjamin Koeck unterstrich, dass "Nie
wieder" heute als Auftrag für Gegenwart
und Zukunft zu verstehen sei und dass
eine verlässliche Erinnerungskultur
Haltung, Mut und Verantwortung im
praktischen Handeln stärke.
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